Hannah: 1. Kind, Einleitung und Kaiserschnitt-Geburt

„Liebe Solveig, endlich komme ich dazu dir über unsere Geburt zu erzählen. Die erste Zeit mit unserem kleinen Wunder hat mich/uns doch sehr gefordert und tut es bis heute immer wieder. Es ist eben doch eine völlig neue Lebenssituation, in der man in kurzer Zeit sehr viel Neues lernt, finde ich. 

Wie ich dir kurz nach der Geburt geschrieben habe, hatten wir am Tag der Geburt das volle Programm – Einleitung mit jeglichen Methoden (Prostaglandintablette vaginal, Öffnung der Fruchtblase, Wehentropf). Leider folgte dann nach mehreren Stunden Wehen, die in den letzten Stunden alle 1,5-2 Minuten kamen und sehr schmerzhaft waren, doch der Kaiserschnitt, da der Kleine nicht weiter durch’s Becken kam. Im Nachhinein wurde uns gesagt, dass es eine anatomische Ursache hatte und er gar nicht natürlich zur Welt kommen hätte können. 

Dein Kurs, die erlernten und immer wieder wiederholten Techniken, die Atmung und das Hypnobirthing im Allgemeinen waren aber trotz allem eines von wenigen Dingen, die mir geholfen haben. Auch wenn es für mich sehr viel auf einmal war und ich auch bis heute noch immer merke, dass Erinnerungsstückchen kommen, die völlig in den Hintergrund gerückt sind, hat mir meine Oase und mein innerer Begleiter (das Reh) geholfen und mir immer wieder Ruhe und Sicherheit gegeben. Auch mein Partner hat mich immer wieder an meine Bilder erinnert, was richtig gut getan hat. Ebenfalls habe ich mir am Anfang, wo die Wehen noch in größeren Abständen kamen und noch nicht sehr schmerzhaft waren, die Audio mit unseren, von dir eingesprochenen, Affirmationen angehört

Irgendwann im Verlauf merkte ich, dass ich die Oase nicht mehr „fassen“ konnte, dass irgendwie alles verschwommen war, was wahrscheinlich an den starken Wehen unter dem Wehentropf lag (denke ich zumindest). Beim Legen der PDA im OP konnte ich aber noch einmal an meine Oase gehen und an meiner Kraftquelle Vertrauen holen

Alles in allem, muss ich mir wohl oder übel eingestehen, dass dieser Tag, die Geburt und das Erlebte schwer für mich waren. Es war zu viel, zu schnell, zu laut, zu grell, zu schwer, zu kalt, als dass ich gut damit umgehen hätte können. Auch der Start, sowohl in der Klinik, als auch zuhause, war schwer und wirklich überfordernd für mich. 

Aber am Ende sieht man sein Kind, sein kleines Wunder, das neben einem liegt und hört irgendwann auf alles zu hinterfragen, sondern versucht es so gut wie möglich anzunehmen und das Beste zu geben. Priorität für uns war immer, dass der kleine Mann gut auf die Welt kommt. Ob es für ihn leicht/gut war, bezweifle ich leider ein bisschen (auch das arbeitet doch immer wieder bei mir), aber schlussendlich ist er gesund zu uns gekommen und das ist das Wichtigste. Wir sind unglaublich dankbar dafür und geben unser Bestes, dass es ihm gut bei uns geht! 

Ich bin auch wirklich dankbar den Kurs von dir gemacht zu haben. Im Nachhinein wurde mir nämlich schnell klar, dass diese Geburtsvorbereitungskurse zwar nett sind, aber dass jede Geburt ihre eigene Dynamik und Geschichte hat und man sich darauf nicht vorbereiten kann, finde ich. Man kann sich aber mental vorbereiten, sich mehr mit sich selbst beschäftigen und schauen mit welchen Techniken/Dingen man sich selbst beruhigen kann, Energie tanken und/oder Sicherheit empfinden kann. Das hab ich Dank dir ein großes Stück mehr gelernt und es hat mir in dieser herausfordernden Situation der Geburt geholfen und dafür möchte ich Danke sagen – Danke!! 

Danke auch dafür, dass du immer da warst und auf Fragen sehr ausführlich eingegangen bist! 

So etwas online zu machen, war für mich anfangs schwer. Ich war sehr skeptisch, weil ich mir einen persönlichen Bezug gewünscht habe. Das hast du trotz vieler Kilometer dazwischen großartig geschafft. 

Danke! „

– Hannah –

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